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Donnerstag, 10.07.2014
Tag 1 - Unerwarteter Schnellstart
Cadaques → Cap de Creus → El Port de la Selva
Das Meer bei Cadaques

Nun bin ich doch schon in El Port de la Selva. Zwar nicht am Endziel der Etappe, aber dennoch deutlich weiter als ich geplant habe, naemlich nur zum Startpunkt zu laufen und dort zu uebernachten. Also zurueck zum Anfang des heutigen Tages:

Um 8 Uhr klingelte erst mal der Wecker von dem Kerl ueber mir und da alle Wecktoene mittlerweile gleich klingen, wunderte ich mich, warum mein Wecker von alleine ausgegangen ist. Bloede neue Welt. Auf der anderen Seite moechte ich dann doch auf das Mitnehmen von Omas altem Metallwecker verzichten, auch wenn's mal lustig waere, wenn die jungen Leute meinen, dass es ein Feueralarm sein muss :-). Aufgestanden bin ich erst um 8:30. Das hat voellig gereicht um mit meiner Routine um 8:45 abmarschbereit zu sein. Schon jetzt zog ich die Strumpfhose an, da ich monotone Wanderwege erwartete und ich gleich von Anfang an einem Wolf vorbeugen wollte. Yes, Man in tights! Darueber kam die Jeans, welche ich jetzt doch nicht gleich wegwerfen moechte sondern vorhabe, diese erst noch ein paar Tage mitzuschleppen (Vllt. liegt's daran, dass mir meine kurze Wanderhose noch nicht wirklich passt :-) ).
Diese Wegwerfwaesche hat das Leben bisher sehr erleichtert: Bisher musste ich nichts waschen sondern meine alte Waesche einfach nur wegwerfen. Sogar der eine haessliche Pulli meines Bruders wurde mir zum wegwerfen mitgegeben. Zur Deutschen an der Rezeption sagte ich dann bis in vllt. 3 Monaten. Lustig waer's ja schon, wenn ich mit ueber 10 kg weniger und braun gebrannt zurueckkommen wuerde. Zu Fuss gelangte ich dann zum Busbahnhof, bei dem ich auch eine Kleinigkeit, leider nur eine Kleinigkeit fruehstueckte, noch schnell die Postkarten herunterkritzelte und dann in den Bus stieg. Und im Bus schlief ich nach ein bisschen Lesen sogleich ein. Die letzte Nacht war wg. dem Holland vs. Argentinienspiel auch nicht gerade schlaffoerdernd und alles andere als alkoholfrei. Gestern gab ich auch alle meine Zigaretten her um gleich dafuer zu sorgen, dass ich nicht noch die letzten Zigaretten unterwegs rauchen werde. Nach der letzten Tour ist mir klar geworden, dass sich Bergsteigen + Zigaretten zwar vertragen, man aber doch etwas fitter und damit schneller unterwegs ist, wenn man nicht am Abend zuvor die ganze Zeit raucht. Die versoffen-verrauchte Muenchen-Venedig Tour war schon so lange her, dass ich gar nicht mehr genau weiss, wie heftig Valentin und ich es uebertrieben haben. Aber nun zurueck zum Bus.
Beim offiziellen Startpunkt Cap de Creus

Die Fahrt nach Llanca war nach 2 Stunden beendet, aber noch standen viele kurvige Bergstrassen vor uns um nach Cadaques zu kommen und dort ausgestiegen dachte ich eigentlich nur noch daran, dass es jetzt los geht. Schon kurz vor der Ankunft loeschte ich die Kartenapps von meinem Startbildschirm um nicht auf die dumme Idee zu kommen, Technik aus einem Automatismus heraus zum Navigieren zu nutzen. In der Tat war mein erster Gedanke beim Aussteigen aus dem Bus das oeffnen der App um zu wissen, wo ich hinlaufen muss. Aber ich kann ja auch mit Karten umgehen. Nach dem aktivieren des GPS Trackers und Notsenders startete ich sogleich zum Anfang des GR11. Ja, man muss tatsaechlich zum Anfang hinlaufen. Einen Bus gibt es nicht. Da nach dem spaerlichen Fruehstueck (eine kleine Semmel) immer noch mein Magen knurrte, verputzte ich noch gleich ein weiteres Babybaguette mit Tunfisch. Wie sich spaeter herausstellte, war das eine sehr gute Idee. Der erste Weg fuehrte mich ueber eine Strasse, von der schon bald ein im Weitesten gut beschildeter Weg abzweigte. Wunderschoene kleine Wanderwege die links und rechts von Steinmauern eingesaeumt waren galt es zu durchschreiten, vorbei an herrlichen Ausblicken in Buchten, Gischt und dem Meer, das dem starken Wind ausgesetzt war. Ja, der Wind... Dieser war heute doch etwas stark. Fast so stark, wie ich es nur von irgendwelchen Ueberschreitungen kenne. Beinahe haette er mich auch einmal umgeblasen. Diese trockene Gegend erinnerte mich auch an die letzten 3 Tage von meiner letzten Alpenueberquerung nach Monaco. Sehr viele Buesche, abgelegene Wege, von denen immer mal wieder andere Wege abzweigten weshalb man ohne Beschilderung verloren waere und auch der Blick zum Meer. Allerdings hat Monaco nicht so viele natuerlich erhaltene Buchten wie es diese hier zuhauf gibt. Wirklich sehenswert und ich darf das einfach so auch noch beim Wandern kostenlos mitnehmen :-). Bei einer Abzweigung war dann etwas von Cap de Creus in das Metallschild eingekratzt, weshalb ich diesem Weg folgte. Leider stellte sich das als sehr schlecht heraus. Welcher Vollpfosten kratzt denn einen Wanderweg in ein Schild, wen das ueberhaupt nicht der Wanderweg ist? Zwar verlief dieser schoen an einer weiteren Bucht vorbei, allerdings zweigten von dort aus 3 Wege ohne Beschilderung ab. Na danke, Vollpfosten! Irgendwie fand ich dann nordwestlich zeigende Wege wandernd ueber ein Privatgelaende wieder zurueck zum Wanderweg. In der Ferne sah ich dann auch schon bald den Leuchtturm der zugleich den Startpunkt des GR11 darstellte. Erstaunlicherweise war dieser deutlich weiter entfernt als ich angenommen hatte, aber es hilft ja nix. Weiterlaufen heisst die Devise und etwa nach 2 Stunden stand ich dann am Huegel unter dem Leuchtturm, von dem der GR11 abzweigte. Hm... den ganzen Weg hoch zum Leuchtturm, ca. 50 Hoehenmeter) darf ich dann wieder runterlaufen. Aber erst morgen - hoffte ich zumindest.
Der Leuchtturm Cap de Creus
(image by Alain Collet)

Oben beim Leuchtturm angekommen, geniesste ich die herrliche Aussicht und auch den tobenden Wind, der mich an sehr schnell trockenblies. Irgendwie erinnerte mich der Wind an die Dyson Handtrockner, nur das man als Mensch an der Waescheleine aufgehaengt wird um rauf und runter bewegt zu werden. Es war jetzt doch schon 3 Uhr Nachmittags und es galt, eine Unterkunft zu finden. So fragte ich erst mal in der Touristeninfo am Leuchtturm nach, die mich sogleich zum Restaurant weiterleitete. Dort erfuhr ich, dass Hauptsaison ist, dass nur noch ein Appartment zur Verfuegung stuende und dass dieses 80 Euro kosten wuerde. Meine Aussage, dass ich eigentlich nur nach einer Matratze auf dem Boden suche, blieb ergebnislos. Da ich am Cap de Creus wg. dem heftig blasendem Wind nicht uebernachten wollte, war ich damit gezwungen, gleich einen Teil der zweiten Etappe in Angriff zu nehmen. Also auf nach El Port de la Selva! 5,5 Stunden Hatsch! Hurra! Von der Touristeninformation holte ich mir noch 1,5 Liter Wasser (zum Glueck, weil mir das Wasser sonst ausgegangen waere) und fragte noch nach dem Wetterbericht. Die Dame bei der Touriinfo meinte dann, dass Nordwind ist und es deshalb nicht regnen sollte. Auf die Frage nach dem Suedwind meinte sie das gleiche was gegensaetzlich zu dem ist, was in meinem Fuehrer steht. Naja, hilft ja sowieso nix. Einfach weiterlaufen... Das ueberraschende, was ich noch bei der Touriinfo in den Augenschein nehmen durfte, war ein fertiges Set an Wanderkarten fuer den GR11. Warum kaufe ich mir fuer ueber 200 Euro einzelne Karten, wenn es auch ein fertiges Set gibt?!? Mist, das haette ich frueher wissen muessen. Auch im Fuehrer steht nichts darueber. Vermutlich gibt es das Set erst seit kurzem.
(image by Alain Collet)

Also ab sofort geht's los mit dem GR11. Das ganze Geschwafel vorher haette man sich fast sparen koennen :-). Wieder vom Leuchtturm abgestiegen zweigte der Weg erst mal nach rechts ab und ging dann runter und rauf, fast neben der Strasse verlaufend. Da vergeht mir die Lust auf's Laufen auf dem Wanderweg, wenn dieser unnoetig rauf und runter geht... Da ich es doch eilig hatte, entschied ich mich dazu, doch noch einen kurzen Teil auf der Strasse zurueckzulegen, statt auf dem Wanderweg weiterzulaufen. Beinahe haette ich dann die Abzweigung zum Wanderweg uebersehen.

Waehrend des Wanderns dachte ich auch die ganze Zeit an die spanische Sprache. Es waere doch hilfreicher gewesen, etwas Spanisch (oder Katalanisch) zu lernen. Jetzt ist es auch zu spaet und mein mitgenommener Sprachfuehrer hilft auch nicht viel weiter. Staendig muss ich ueberlegen, ob ich ein Wort aus dem Italienischen kenne, ob das Spanisch ist oder gar Katalanisch. Hier kommt auch noch hinzu, dass es sehr viele Franzosen gibt und als Zweite Fremdsprache das Franzoesische bei der Wahl wohl bevorzugt wurde. Ich habe aber das Gefuehl, dass man hier auch mit Italienisch weiter kommt. Mal schau'n, ob ich in ein paar Tagen eines besseren belehrt werde.
(image by Alain Collet)

Die Felsen auf dem Weg erinnerten mich stark an bestimmte Gegenden in Corsica: gerichtet zerklueftete moderne Kunstwerke, wie wenn ein fluessiges Metall im freien Flug langsam abkuehlt. Hm... wie Metallgiesen an Silvester. An dieser Stelle moechte ich mich bei allen entschuldigen, die diesen ganzen Schmarrn tatsaechlich lesen und schlage auf Erfahrungen von einem Freund aufbauend vor, jeden Tag als Klolektuere zu lesen!

Mein Wasserverbrauch war erstaunlich hoch. Zwar hatte es nur 26 Grad und es war bewoelkter Himmel, wofuer ich sehr dankbar war, trotzdem brauchte ich schon in der ersten 4 Stunden ca. 2 Liter Wasser. Obwohl ich gestern schon diverse Getraenke abends zu mir nahm, konnte dies den Wasserverbrauch doch nicht reduzieren ;-). Morgen achte ich aber darauf, dass ich schon in der Frueh genug Wasser trinke. Heute war's nur 1/2 Liter, was deutlich zu wenig ist fuer diese Waerme. Ich hoffe immer noch, dass mich keine Hitzewelle wie in Corsica erwischt bei der die Landschaft mit nur einem Funken entflammbar ist und fast keine Quellen mehr Wasser fuehren.
(image by Alain Collet)

Aufgrund des kleinen Fruehstuecks und der kleinen Zwischenmahlzeit fing auch schon bald mein Magen das Knurren an. Zum Glueck hatte ich mir aber fuer die 41 km Etappe schon etwas Proviant in meinen Rucksack gelegt. U.a. Orangen, die nun schnell verputzt wurden. Naja, die erste wirklich schnell, bei der zweiten war irgendein seltsam flaumiges, weisses Zeug in der Orange wie ich es vorher noch nie gesehen habe. Ist das Schimmelpilz oder irgendetwas, das man Essen kann? So erinnerte ich mich an die Saftpressen, bei denen Orangen automatisch halbiert werden um diese anschliessend auszuquetschen. Dort kann ja auch niemand ueberpruefen, ob da so ein flaumiges Zeug drin ist. Wird also schon nicht allzu giftig sein und so mapfte ich die zweite, nicht mehr so suess schmeckende Orange rein um nach max. 10 Minuten Pause gleich wieder weiter aufzubrechen. Zwar bleibt es hier sehr lange hell, naemlich bis nach 9 Uhr, allerdings moechte ich nicht so spaet am Zielort ankommen.

Irgendwann uebersah ich die richtige Abzweigung zum Wanderweg und musste so auf einer geschotterten Fahrstrasse mit vielen Schlingen weiterlaufen. Als ich dann meinte, wieder richtig zu sein und auf der Wegbeschilderung auch der GR11 angezeigt war, zweigte ich links ab und wunderte mich dann bei der naechsten Abzweigung, wo es weitergehen sollte. Hm... hm.... keine rot-weisse Markierung war mehr zu sehen, keine GR11 Beschilderung, aber eine gelb-gruene! So etwas hatte ich doch schon vorhin gesehen. Also lief ich diesen weiter bis ich feststellen musste, dass sich dieser Weg in Richtung Observatorium ausrichtet welches sich in der Naehe zu dem Ort befand, bei dem ich aus dem Bus gestiegen bin. Dann ging das kombinieren los. Wenn ich vllt. hier falsch abgebogen bin, dies jener Weg auf der Karte waere, die GR11 Markierung vorhin keinen Sinn gemacht haette und der GR11 Weg hinter der Bergkuppe ist, dann muesste ich nur den einen Weg der fuer Fahrraeder und Autos gesperrt war und muesste dann zu dem GR11 irgendwie zurueckkommen. Da hatte ich wirklich Schwein gehabt, denn den geschotterten GR11 Weg konnte ich alsbald unter mir erblicken und sobald ich auf diesem war, wechselte ich gleich von meinen Wanderschuhen auf die Sandalen.
(image by Alain Collet)

Schon nach etwas ueber 6 Stunden Wanderzeit schmerzten meine Fuesse hoellisch und ich wusste nichts anderes, als die mitgenommenen, abgelatschten Sandalen anzuziehen um dem Fussschmerz etwas zu verlagern. Wenn ich mich an die vorherigen Weitwanderungen zurueck erinnere, schmerzten die Fuesse am Anfang der Wanderung immer mehr bei jeder weiteren Weitwanderung. Da ich von Wanderung zu Wanderung immer mehr am Anfang an Eigenfett mittrug, koennte das auch ein plausibler Grund dafuer sein. Eines weiss ich gewiss: Wenn ich die anstehende Doppeletappe durchstehen moechte, waeren das fast doppelt so viele KM die zu laufen waeren und das scheint mir doch etwas unrealistisch. Auch die Schultern scheinen frueher zu schmerzen als bei den alten Weitwanderungen. Vllt. haben mich die letzte 3 Jahre Arbeit einfach zu verweichlicht :-).
(image by Alain Collet)

Zurueck auf dem GR11 konnte ich alsbald einen Blick auf den Berg werfen, der die Zweite Teiletappe der ersten Etappe darstellt. Fast ganz oben auf dem Berg befindet sich naemlich ein riessengrosses Kloster. Hm... das erinnert mich an die San Bernardo Kloster auf dem gleichnamigem Pass. So ein Kloster wird mich dann noch morgen erwarten und Zeit habe ich morge mehr als genug. Mein Plan ist jetzt naemlich, morgen einen chilligen Tag einzulegen und nur 2 bis 3 Stunden wandern zu gehen um meinem Koerper etwas Zeit zum Erholen zu geben. Zwar legte ich eine solche Erholungspause immer erst nach der zweiten Etappe mit jeweils einer Ganztageswanderung ein, aber vllt. klappt das so auch. Einen Berg umwandernd gelangte ich dann nach El Port de la Selva um sogleich eine Unterkunft ausfindig zu machen. Die erste gab's fuer 50 EUR, die zweite fuer 60 und die dritte dann fuer 25 EUR, wo ich dann auch gluecklich ueber den Preis war. Zwar ist die Dusche und WC auf dem Gang, aber irgendwie will ich den Leute mein Geld auch nicht in den Rachen schmeissen. Ich verstehe auch nicht, warum Hotelzimmer immer so teuer sind. Geht denn soviel kaputt? Vor der Tuer des Hostels angekommen, war aber niemand da. So stellte ich meinen Rucksack in die Tuereingangsnische, lief wieder die 4 Minuten bergab zum Hotel - den Rucksack wollte ich nicht ein zweites mal mit nach oben ziehen -, dachte beim Runterlaufen daran, dass ja mein Reisepass im Rucksack ist und bei dem Restaurant das die Zimmer vermietet angekommen wollte die Dame dann meinen Reisepass haben, um mir ein Zimmer zu geben. Ja Mist. Als ihr dann eine anderes junges Maedel uebersetzte, dass ich meinen Rucksack einfach oben liegen gelassen habe, konnte Sie das kaum glauben. Die haette in meinem Zustand auch keine Lust mehr, den Rucksack zu holen und wer kann schon etwas mit einem Haufen Wanderklamotten anfangen.... und einem Reisepass.... Mein Fuehrerschein hat's dann auch getan und so bekam ich sogleich einen Schluessel fuer das Hostel German. So hause ich nun fuer einen Tag in einem Zimmer mit 2 Betten (hoffentlich war die Preisangabe nicht pro Bett) und habe ohne das Bett aufzuschlagen auch schon festgelegt, dass ich in meinem Schlafsack uebernachten werde. Nicht, weil es verdreckt aussieht, sondern weil ich nur ein paar mal im Schlafsack uebernachten muss und das wieder prima finden werde [um das wieder prima zu finden]. Nach dem Duschen probierte ich nun die neue Supercreme, die mir vorgeschlagen wurde, um moegliche Ausschlaege am Ruecken und an den Schultern wg. dem hohen Tragegewicht ueber lange Zeit zu verhindern. Da bin ich wirklich gespannt, ob das hilft. Das waere die glorreichste Medizin fuer viele Weitwanderer die auch davon betroffen sind.
(image by Alain Collet)

Als naechstes ging's sogleich zum Supermarkt um Fruehstueck einzukaufen. Sehr, sehr geiles Baguette gab's da auch. Dazu noch haufenweise anderes Zeug:O-Saft, Wasser, 3 Dosen Bier, Wurst, Kaese, Schokolade, etc. Nach der heutigen Hungerattake und dem leichten Schwaecheln bei den Anstiegen muss ich wieder eine Fressepisode nach der anderen Hinlegen um genug kcal zu bekommen. Zum Essen ging's dann in ein Restaurant um mir Kohlehydrate zuzufuehren: Spaghetti Bolognese. Dazu noch 35 cl Wein und als Nachspeise einen irgendwas Katalan, eine Art karamellisierten Vanillepudding. Echt lecker das Teil. Der Wein war nicht so gut: Bitter vom Nachgeschmack und ohne irgendeine "Geschichte", die sich auf meiner Zunge oder am Gaumen abspielte. Da hatte ich schon bessere Traubensaefte.
(image by Alain Collet)

Nachdem ich dann im Zimmer angekommen bin, gab's die naechste glorreiche Aktion: Ich hab's geschafft, mir meinen mittleren Fusszehernagel am rechten Fuss blau am Bettpfosten zu schlagen. Auf gut Deutsch: Ich darf mir wohl den in ca. 3 bis 7 Tagen abziehen. So ein Mist. Aber immerhin ist's nicht einer der Grossen und das kann auch gar nicht sein. Der eine waechst erst gar nicht mehr richtig nach, der andere waechst gerade noch vom Abstieg beim Puerschling im Winter richtig nach :-). Naja, wird schon alles werden. Zehernagel sind ja sowieso das ueberfluessigste Teil am Menschen. So ein paar unverzierte Stumpen haetten es auch getan.

Dann gute Nacht, liebes Tagebuch. Ich bin erstaunlicherweise sehr muede und falle gleich ins Bett.